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STUDIENTAG: Zivilisationsbruch.
Zur Bedeutung des Holocaust
Die auf dem Nürnberger „Reichsparteitag der Freiheit“
verkündeten „Rassengesetze“ schufen normative Grundlagen für die
Diskriminierungspolitik des NS-Regimes. Sie bilden damit eine wichtige
Voraussetzung für die spätere Durchführung des deutschen Völkermords. Im
Mittelpunkt des Studientags steht Hannah Arendts Interpretation dieses Vorgangs
und seiner psychisch-moralischen Einkleidung als Zivilisationsbruch. Die Fakten
sind im Großen und Ganzen bekannt; bei der Frage, welche Bedeutung Ausgrenzung, Entmenschlichung und schließlich gezielte
Tötung für die Überlebenden, die deutsche Nachkriegsgesellschaft und uns heute
haben und warum der Holocaust Gegenstand einer internationalen „Erinnerungskultur“
ist, wird indessen oft hilflos auf die „irre Zahl“ der Toten verwiesen. – Mit Hilfe von Filmen, Interviews und Texten
werden Leben, zentrale Gedanken und Antworten Arendts, die Überlebende und
Theoretikerin des Völkermords zugleich war, erarbeitet. Zur Diskussion steht
schließlich die Frage nach den Folgen des Zivilisationsbruchs für die westliche
Kultur „danach“. Auf Wunsch kann ein Zeitzeugengespräch einbezogen werden, das
die Auswirkungen der NS-Vernichtungspolitik auf persönliche Biographien
thematisiert.
Leitung: Dr. Doris Katheder Nähere Informationen unter: Tel. 0911-2346-129 und 0170 - 8038937 mail: katheder(at)cph-nuernberg.de
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